Bäche im Fokus

Im Zentrum des Hochwasserschutz-Projekts stehen der Alpbach, der Krebsbach, der Huebbach, der Meienmättlibach sowie das hochwassergefährdete Siedlungsgebiet. Diese Fliessgewässer wirken oft unscheinbar, bergen aber nicht zu unterschätzende Gefahren. Sie liegen in den Gemeinden Wilen, Rickenbach, Sirnach und der Stadt Wil. Gemeinsam wurde ein abgestuftes Hochwasserschutzsystem entwickelt um den Lebens- und Wirtschaftraums der Region Wil langfristig zu sichern.

Weniger Raum für das Gewässer

Das Siedlungsgebiet in der Region Wil hat sich seit 1900 stark vergrössert. Dies führt einerseits zu einer Versiegelung der Oberflächen, d.h. das Wasser kann nicht mehr im Boden versickern. Zudem wurden die Bäche eingeengt und teilweise in den Untergrund gelegt.

1900
1925
1950
1975
2000
2013

Gefahrenkarte

Infolge der vorhandenen Schutzdefizite bei Wohn-, Industrie und Infrastrukturanlagen wird von einem Schadenspotenzial von 20 bis 50 Mio. Franken ausgegangen. Die Gefahrenkarte weist die hochwassergefährdeten Gebiete aus.

Ereignisse

Hochwasserereignisse in der Region Wil

Intensivniederschläge über der Stadt Wil. Der Krebsbach tritt über die Ufer und überschwemmt Teile der A1. Geröll und Ermdaterial lagert sich auf der Spur in Richtung Zürich ab. Kurzzeitige Sperrung der Autobahn in beide Richtungen und Staus in der Region.

Intensivniederschläge in der Region Wil. Der Krebsbach überschwemmt Teile der Autobahn A1. Stromausfälle und überflutete Keller in der Region.

Niederschläge im Bereich Kirchberg lassen den Alpbach anschwellen und führen zu Überschwemmungen in Wilen.

Hochwasser im Lärchenfeld, was zu diesem Zeitpunkt noch als Landwirtschaftsland genutzt wurde. Zum heutigen Zeitpunkt ist hier Siedlungsgebiet.